Wer aus täglicher Erfahrung mit Bus und Bahn gute Ideen mitbringt, wie sich der Frankfurter Nahverkehr verbessern lässt, ist jetzt gefragt: Im Frühjahr wird der Fahrgastbeirat Frankfurt neu besetzt. 11 der insgesamt 22 Plätze sind für Nutzerinnen und Nutzer von Bussen und Bahnen reserviert, die aus eigenem Erleben wissen, worauf es ankommt. Interessenten an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit können sich jetzt bei der städtischen Nahverkehrsgesellschaft traffiQ bewerben. Die Online-Bewerbung ist erreichbar unter:
www.traffiQ.de/fahrgastbeirat
Dort gibt es auch ausführliche Informationen über die bisherige Arbeit des Fahrgastbeirats, der sich in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich der langfristigen und strukturellen Arbeit zur Verbesserung des städtischen Nahverkehrs gewidmet hat. Er ist keine „Meckerecke“, sondern ein Raum für konstruktive und kritische Ideen und Verbesserungsvorschläge.
Der Fahrgastbeirat Frankfurt am Main trifft sich viermal jährlich, um fahrgastrelevante Themen gegenüber traffiQ und den Verkehrsunternehmen zu vertreten. Sitzungstermin ist in der Regel ein Mittwoch von 17 bis 20 Uhr. Seien es die Ausstattung von Bussen und Bahnen, das Fahrtenangebot oder ganz allgemein die Qualität im öffentlichen Nahverkehr: Das Gremium ist ein wichtiges Bindeglied zwischen Kunde und Dienstleister. Es vertritt die Interessen der Fahrgäste und weist auf Probleme und Schwachstellen hin. Die Themen, die auf die Tagesordnung der Sitzungen kommen, bestimmt es selbst.
Bewerbungsschluss ist am 8. Mai 2026. Gehen mehr als elf Bewerbungen ein, entscheidet das Los entsprechend der Geschäftsordnung für den Fahrgastbeirat Frankfurt am Main. traffiQ wird die interessierten Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die ihren Wohnsitz in Frankfurt am Main haben müssen, Mitte Mai über das Ergebnis informieren.
Der Geschäftsführer von traffiQ, Prof. Dr.-Ing. Tom Reinhold, hofft auf zahlreiche Interessenten. „Es ist nicht selbstverständlich, sich ehrenamtlich für eine Sache zu engagieren, deren Erfolge häufig erst langfristig zu erkennen sind – die Mitglieder des Fahrgastbeirats tragen aber zu einem attraktiveren Nahverkehr und damit zu einer lebenswerteren, umweltfreundlicheren Stadt Frankfurt am Main bei.“
Stimmen von Mitgliedern des Fahrgastbeirats
„Als Mitglied des Fahrgastbeirates von traffiQ habe ich während der Sitzungen viel erleben dürfen: Empathie für die Wünsche und Bedürfnisse der Fahrgäste. Wertvolle Einblicke in die Arbeit von traffiQ, die mir als Fahrgast viele Themen und Bereiche verständlicher gemacht haben. Eine wertschätzende Atmosphäre in allen Sitzungen sowie konstruktiv geführte Diskussionen zu den Themen, die uns und die Fahrgäste bewegen. Die Arbeit in diesem Ehrenamt hat viel Freude gemacht. Ich bin dankbar, mitwirken zu können beim Thema ÖPNV.“
Karin Ruf, Sprecherin des Frankfurter Fahrgastbeirats
„Ich habe mich auf jede Sitzung des Fahrgastbeirates gefreut. Denn immer standen für uns Fahrgäste relevante Themen auf der Agenda, die wir mit fachkundigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen von traffiQ oder Gästen aus anderen Bereichen diskutieren konnten. So habe ich viel darüber gelernt, wie ÖPNV funktioniert. Unsere Meinungen und Ideen zählen, das hat mich für die manchmal durchaus zeitintensive Arbeit motiviert. Gemeinsam mit traffiQ haben wir an einem Strang gezogen und einiges erreicht. So leisten wir als Fahrgastbeiräte einen großen Beitrag zur Stärkung des ÖPNV.“
Dr. Kristine Schaal, Sprecherin des Frankfurter Fahrgastbeirats
„Im Fahrgastbeirat habe ich gelernt, dass vermeintlich kleine Dinge häufig nicht „einfach so“ lösbar sind. Genau dort fängt die Arbeit des Fahrgastbeirates an. Wir lassen uns die Dinge präzise erklären, entwickeln ein Verständnis für die Zusammenhänge und loten auf diese Weise aus, wie unsere Vorschläge, Ideen, aber auch Ansprüche, umsetzbar sind. Das geschieht in einer sehr wertschätzenden Atmosphäre. So konnten wir einige Erfolge verbuchen, was uns anspornt, immer wieder die kleinen und großen Themen zu adressieren. Nicht meckernd, sondern in einem konstruktiven Austausch. Das macht uns aus und dieses Ehrenamt macht mir sehr viel Spaß. Ich habe das Gefühl, mit traffiQ an einem Strang zu ziehen, wenn auch manche Themen noch nicht gelöst sind.“
Kai Werner, Sprecher des Frankfurter Fahrgastbeirats