- 10 Jahre "Netzwerk Fahrgastbeiräte": Neuer Auftritt zum Jubiläum
- Saarbahn und Fahrgastbeirat laden zur Jahrestagung nach Saarbrücken
- Fahrgastbeiräte wählen Qualitätsziele und neues Organisationsteam
Das Bundesweite Netzwerk der Fahrgastbeiräte hat am 10. und 11. Oktober 2025 gemeinsam mit der Saarbahn und ihrem Fahrgastbeirat zur zehnten bundesweiten Tagung der Fahrgastbeiräte nach Saarbrücken eingeladen. Unter dem Motto „Verbinden, Vernetzen, Verstehen“ hat sich die Veranstaltung aktuellen Herausforderungen und Perspektiven im öffentlichen Nahverkehr gewidmet. Gleichzeitig hat das 2015 gegründete Netzwerk sein 10-jähriges Bestehen gefeiert und sich in diesem Zuge mit neuem Logo und verschlanktem Namen als „Netzwerk Fahrgastbeiräte“ neu aufgestellt. „Das Netzwerk bringt Fahrgastbeiräte von Verkehrsunternehmen, Verbünden und Aufgabenträgern aus dem ganzen Bundesgebiet zusammen. Wir sind sehr stolz, dass sich das Netzwerk in den vergangenen zehn Jahren zu einem etablierten Forum des Austausches und der Zusammenarbeit entwickelt hat“, so die Mitgründer des Netzwerks, Klaus Linek und Harald Wagner. Insgesamt haben rund 60 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet an der Veranstaltung teilgenommen.
Saarbrückens Bürgermeisterin Barbara Meyer erklärt in ihrem Grußwort: „Das Netzwerk steht für die Zusammenarbeit und das Engagement aller Akteure für einen zukunftsorientierten und bürgernahen öffentlichen Nahverkehr. Als Landeshauptstadt Saarbrücken freuen wir uns daher sehr, im Jubiläumsjahr 2025 Austragungsort des bundesweiten Netzwerktreffens zu sein. Vielen Dank an alle Beteiligten für ihr Engagement und ihr Mitwirken.“
„Als Gastgeber der Jahrestagung 2025 in der Landeshauptstadt Saarbrücken nutzen wir die große Chance, den überregionalen Austausch weiter zu stärken und gemeinsam an einer attraktiven, nutzerorientierten Mobilität zu arbeiten. Wir schätzen den guten Dialog mit unserem Fahrgastbeirat außerordentlich,“ erklärt Saarbahn-Geschäftsführer Karsten Nagel. Die Fahrgastbeiratsarbeit in Saarbrücken hat eine lange Tradition. „Gegründet im Jahr 1996, kann der Fahrgastbeirat der Saarbahn auf über 25 Jahre engagierte Arbeit zurückblicken. Es erfüllt uns mit Stolz, dass das Gremium seit 2021 auch aktives Mitglied im bundesweiten Netzwerk der Fahrgastbeiräte ist“, so Lukas Pein, Sprecher des Fahrgastbeirats der Saarbahn.
Astrid Klug, Abteilungsleiterin im saarländischen Mobilitätsministerium, betont: „Die Arbeit der Fahrgastbeiräte, wie sie hier in Saarbrücken und zwischenzeitlich auch über einen landesweiten Fahrgastbeirat vorbildlich umgesetzt wird, leistet einen wichtigen Beitrag, um den öffentlichen Nahverkehr noch näher an den Bedürfnissen der Fahrgäste auszurichten und seine Zukunft entsprechend zu gestalten.“ Den Initiatoren des Netzwerkes sei es gelungen, ein breites Bündnis von Vertretern aus dem gesamten Bundesgebiet zusammenzuführen – eine Pionierleistung, die Anerkennung verdiene. „Zum 10-jährigen Bestehen gratuliere ich ganz herzlich.“
Zum Abschluss der Tagung hat das Netzwerk der Fahrgastbeiräte eine positive Bilanz gezogen und einen Ausblick auf die zukünftige Arbeit gegeben: „Die Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr sind tiefgreifend. Daher ist der Austausch zwischen den Fahrgastbeiräten wichtiger denn je. Wir sind stolz darauf, eine zentrale Plattform des bundesweiten Dialogs zu sein. In Zukunft wollen wir weiterwachsen und unser Netzwerk durch innovative Formate ausbauen – sowohl in Präsenz als auch digital. Unser Ziel bleibt es, als starke Stimme der Fahrgäste aktiv an der Weiterentwicklung des ÖPNV mitzuwirken“, erklärt Kristine Schaal, Mitglied des Organisationsteams des Netzwerks der Fahrgastbeiräte.
Die versammelten Beiräte aus ganz Deutschland waren sich einig, den fachlichen Austausch im Netzwerk fördern zu wollen. Hierzu kann das Netzwerk bereits seit einigen Jahren auf den Input wichtiger Stakeholder und Experten aus der deutschen Verkehrslandschaft zurückgreifen, um das Wissen der lokalen Beiräte zu stärken und die überregionale Meinungsbildung auszubauen. Konkrete Wünsche der Beiräte bestehen in Bezug auf die weitere Einrichtung bundesweiter Lösungen, unter anderem für mehr Sicherheit und Sauberkeit mittels „stiller Alarme” wie bei der S-Bahn Berlin oder auch eine umfassendere Videoüberwachung mit Live-Zugriffsmöglichkeit im Bedarfsfall – auch in Fahrzeuge hinein.
Das Deutschlandticket ist von den Fahrgastbeiräte als großen Erfolg gewertet worden. Es sei zu empfehlen, es zu einem deutschlandweiten Einzelticket weiterzuentwickeln, um mehr Gelegenheitskunden in den öffentlichen Verkehr zu bringen.
Neubesetzung im Organisationsteam
Im erstmalig 2021 einberufenen, fünfköpfigen Organisationsteam des Netzwerks haben sich personelle Veränderungen ergeben. Nach dem Austritt der langjährigen Mitwirkenden Ingrid Gottstein, Fahrgastbeirat Ostalbmobil, und Konrad Braun, welcher künftig neben der Website fahrgastbeiräte.de auch in der Geschäftsstelle des Netzwerks tätig ist, wird das Team künftig durch zwei neue Gesichter verstärkt: Von den anwesenden Beiratsvertreterinnen und -vertretern sind Andy Olasz, Fahrgastbeirat der CVAG, sowie Thomas Meschke vom Fahrgastbeirat der RSVG einstimmig in das Organisationsteam des Netzwerks berufen worden.
Die Tagung ist von der Saarbahn GmbH und dem Fahrgastbeirat der Saarbahn in Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam des bundesweiten Netzwerks der Fahrgastbeiräte und der Geschäftsstelle des Netzwerks bei traffiQ Frankfurt am Main mbH organisiert worden.
Linek und Wagner haben 2015 durch Initiierung eines überregionalen Austauschformats für Fahrgastbeiräte den Grundstein für die Entwicklung des heutigen bundesweiten Netzwerks der Fahrgastbeiräte gelegt. Damit haben sie eine Plattform geschaffen, die den Austausch zwischen Fahrgastvertretungen in ganz Deutschland fördert. Ihr langjähriges Engagement für stärkeren Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den ehrenamtlichen Gremien sowie auch die Bewerbung der Relevanz von Fahrgastbeiräten und Förderung von Mitbestimmung im öffentlichen Verkehr wurden bei einer feierlichen Veranstaltung in Frankfurt gewürdigt. Die Ehrung unterstreicht die Bedeutung ihres Wirkens weit über Grenzen Frankfurts und Hessens hinaus.
Das Netzwerk der Fahrgastbeiräte dankt beiden Akteuren für ihre Initiative, die beharrliche Weiterentwicklung der Idee von einem einfachen Treffen hin zu einem jährlichen Tagungsformat mit hoher Resonanz und erkennbarem Mehrwert für die Vernetzung und Abstimmung zwischen Fahrgastvertretern aus den verschiedenen Regionen aus allen Himmelsrichtungen Deutschlands. Wir danken Klaus Linek und Harald Wagner für ihren Mut und ihre Geduld dabei, das Netzwerken zur Chefsache zu erklären und über die Jahre hinweg mit stets den richtigen Ideen zu befüllen um aus einer einfachen Idee ein modernes Netzwerk mit Zukunft reifen zu lassen.